Stromspar-Tipps

«Die 2000-Watt-Gesellschaft und ich» -
Amriswilerinnen und Amriswiler äussern sich im Amriswil Aktuell

 

13. Dezember 2013, Claudio Zaffonato

Was halten Sie von der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft? Ist sie erreichbar oder eine Utopie?
«Die 2000-Watt-Gesellschaft ist eine verständliche Form für das Energiesparen. Der vernünftige, haushälterische Umgang mit unseren endlichen Ressourcen muss verstanden oder noch besser, verinnerlicht werden. Klar ist aber auch, dass dies nicht einfach von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Jedoch liegt das Tempo für das Umsetzen bei jeder einzelnen Person.»

 


 

20. Dezember 2013, Reto Egli

Was halten Sie von der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft? Ist sie erreichbar oder eine Utopie?
«Grundsätzlich ist die 2000-Watt-Gesellschaft eine sehr gute Idee, irgendwo muss man dringend anfangen! Aber an der Wurzel wird zu wenig gerüttelt: Die Lebensdauer der heutigen Produkte ist viel zu klein. Wir benötigen sehr viel mehr Energie als früher in der Herstellung, dadurch produzieren wir auch Berge von Abfall. Dazu kommen noch die vielen Lastwagen- und Service-Auto-Fahrkilometer...»

 


 

10. Januar 2014, Barara Bieger

Wie reduzieren Sie heute Ihren Energiekonsum?
«Ich versuche, möglichst in allen Bereichen sparsam mit Energie umzugehen. Ist zum Beispiel ein neuer Tiefkühlschrank nötig? Wir sind nur noch ein Zwei-Personen-Haushalt, also ist es ganz klar angezeigt, auf den Tiefkühlschrank zu verzichten. Das Tiefkühlfach im Kühlschrank genügt vollauf. Wir haben den Eiskasten jedenfalls noch (fast) nie vermisst.»

 


 

17. Januar 2014, Markus Mendelin

Was kann der Einzelne zum Ziel 2000-Watt-Gesellschaft beitragen?
«Energie ist ein Luxusgut. Und so sollten wir auch damit umgehen. Sorgfältig. Wie mit etwas, das wir den nächsten Generationen intakt vererben wollen.»

 


 

24. Januar 2014, Ursi Roberto

Was sind Ihre Tipps, um dereinst das Ziel 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?
«Den eigenen Konsum hinterfragen – brauche ich das wirklich? Schon beim Einkauf von Lebensmitteln darauf achten, woher das Produkt kommt und wie es produziert wurde. Saisonale und regionale Produkte einkaufen. Kritisch sein und hinterfragen. In der Wohnung braucht es im Winter nicht 25 Grad, damit man im T-Shirt herumhängen kann und es muss am Abend nicht jeder Raum beleuchtet sein!»

 


 

7. Februar 2014, Pascal von Büren

Halten Sie ein Leben in der 2000-Watt-Gesellschaft für erstrebenswert? Wieso bzw. wieso nicht?
«Der bewusste Umgang mit den vorhandenen Ressourcen muss nicht zwangsläufig eine Einschränkung mit sich ziehen, sondern kann die Lebensqualität sogar steigern. Saisonale und lokal produzierte Nahrungsmittel schmecken besser, eine Zugfahrt verläuft meist entspannter als eine Autofahrt durch Baustellen und Staus und eine Fahrradtour verbrennt höchstens überflüssige Kalorien.»

 


 

15. Februar 2014, Monika Preisig

Befassen Sie sich selbst mit dem Thema Energiesparen? Falls ja, seit wann und wieso?
«Das Thema Energiesparen ist für mich sehr relevant – schon seit ich mich erinnern kann. Ich glaube, wir müssen mit unserem Planeten achtsam umgehen. Wir haben nicht das Recht, alle Ressourcen unbedacht aufzubrauchen. Das sind wir unserer Nachwelt, aber auch der Tier- und Pflanzenwelt schuldig. Die Diskussion zur 2000-Watt-Gesellschaft zu führen, ist wichtig und richtig.»

 


 

21. Februar 2014, Elisabeth Ottenburg

Wie reduzieren Sie heute Ihren Energiekonsum?
«Ich lebe autofrei – seit bald dreissig Jahren. Ich reduziere die Heizung in ungenützten Räumen, zum Beispiel im Gästezimmer. Ich kaufe möglichst regional und saisonal ein. Ich achte auf meinen Wasserverbrauch, nutze die Restwärme auf dem Herd und dusche oft nur kurz. Ich hinterfrage meinen Konsum: Brauche ich das wirklich? Oder bin ich auch ohne glücklich?»

 


 

28. Februar 2014, Sandro Cecchini

Was kann Ihrer Meinung nach der/die Einzelne zum Ziel 2000-Watt-Gesellschaft beitragen?
«Jeder Haushalt kann im Alltag einiges beitragen. Vor allem im Bereich Wohnen sehe ich grosses Potential. Wichtig wäre, über seinen Energieverbrauch Bescheid zu wissen – Thema Smart Grid (Intelligentes Stromnetz). Wenn ich meinen Energieverbrauch visuell sehe, z.B. über mein Smartphone/PC, kann ich mögliche Einsparungen erkennen und mein Verhalten dementsprechend ändern.»

 


 

7. März 2014, Marianne Häberli

Was sind Ihre Tipps, um dereinst das Ziel 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?
«Beim Wechsel eines Haushaltgerätes lohnt es sich, anstelle eines schnellen Aktionskaufes sich seriös über die Entwicklungen der neuen Gerätetechnologie zu informieren. Mit einer Waschmaschine der neusten «Waschmaschinengeneration» z.B. können 30 bis 40 Prozent Energie und Wasser gespart werden. Was wäre wenn jeder Amriswiler/in so handeln würde? Packen wir’s gemeinsam an!»

 


 

21. März 2014, Jacqueline Meier

Was kann Ihrer Meinung nach der/die Einzelne zum Ziel 2000-Watt-Gesellschaft beitragen?
«Zu Hause lässt sich mit einfachen Mitteln Strom sparen: im Winter nur kurz lüften und keine Fenster schräg stellen, elektronische Geräte wie Kaffeemaschine, Fernseher, Wasserkocher und Computer bei Nichtgebrauch ganz ausschalten und nicht auf Stand-by lassen, Wasserhahnen und Duschbrausen mit Spardüsen ausstatten, Waschmaschine und Geschirrspüler nur ganz gefüllt einschalten.»

 


 

28. März 2014, Stefan Sennhauser

Befassen Sie sich selbst mit dem Thema Energiesparen? Falls ja, seit wann und wieso?
«Nein. Bis jetzt habe ich mich noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt, da Strom für mich eine Selbstverständlichkeit war. Es ist mir jedoch bewusst geworden, dass dieses Thema uns alle angeht und jeder seinen Beitrag zum Energiesparen leisten sollte. Deshalb werde ich in Zukunft besser mit der Ressource Strom umgehen.»

 


 

4. April 2014, Hansruedi Rutz

Wie reduzieren Sie heute Ihren Energiekonsum?
«In der Stadt Amriswil bin ich mehrheitlich mit dem Fahrrad unterwegs. Der Arbeitgeber motiviert mich mit einem Beitrag zum Ostwind-Firmenabo, den öffentlichen Verkehr nebst dem Arbeitsweg auch in der Freizeit zu benutzen. Und wenn ich dann doch mit dem Auto unterwegs bin, dann mit einem energieeffizienten 1.0l Ecoboost der Kategorie A.»

 


 

25. April 2014, Andreas Sallmann

Was halten Sie von der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft? Ist sie erreichbar oder eine Utopie?
«Ich bin überzeugt, dass wir jetzt beginnen müssen, damit die nächsten Generationen auch auf dem Level wie wir leben können. Solange aber unsere Stadt die Kreisel und alle Nebenstrassen so stark beleuchtet, zweifle ich daran, ob dies möglich sein wird. Die öffentliche Hand sollte hier eine Vorbildfunktion übernehmen.»

 


 

2. Mai 2014, Martin Egli

Was halten Sie von der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft? Ist sie erreichbar oder eine Utopie?
«Solange wir den Lift benutzen, obwohl wir zwei (meistens gesunde) Beine haben, wir mit dem Auto zum Fitness-Studio und zum Einkaufen fahren, mit dem Flugzeug in die Ferien reisen, täglich warm duschen und die Klamotten wechseln… solange ist die 2000-Watt-Gesellschaft eine Utopie. Ich hoffe aber sehr, dass es die (über-)nächste Generation schafft.»

 


 

9. Mai 2014, Joe Brägger

Was halten Sie von der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft? Ist sie erreichbar oder eine Utopie?
«Die Frage nach der Erreichbarkeit ist zweitrangig. Wir kommen ganz einfach nicht darum herum, unseren Energie- und Ressourcenkonsum zu reduzieren – weltweit, schweizweit ebenso wie kommunal. Dafür müssen Anreize geschaffen werden, zum Beispiel über Bonusmodelle bei den Stromtarifen. Wer Strom gegenüber dem Vorjahr einspart, wird mit einem Rabatt belohnt.»

 


 

16. Mai 2014, Matti Fleischer

Was sind Ihre Tipps, um dereinst das Ziel 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?
«Mein Tipp – den Mut aufbringen, sich auf innovative Ideen einzulassen. Ein Beispiel: Lisa Casali propagandiert auf «ecocucina.org» das Kochen aus dem Geschirrspüler. Sie nutzt dabei die Wärme des Spülwassers sowohl für die Reinigung des Geschirrs als auch fürs Kochen. Energiesparend? Absoluter Nonsens? Probieren Sie es aus und entscheiden Sie selbst!»

 


 

23. Mai 2014, Madeleine Rickenbach

Was kann Ihrer Meinung nach der/die Einzelne zum Ziel 2000-Watt-Gesellschaft beitragen?
«Die Behörden müssen Energiespar-Themen der Bevölkerung präsentieren und sensibilisieren, damit sich jeder/jede mit denen auseinandersetzen kann. Jedem muss bewusst werden, was die Umwelt für unsere Zukunft bedeutet. Das Bewusstwerden braucht es, um etwas zu verändern. Bereits kleine Veränderungen jedes Einzelnen können nachhaltig etwas bewirken.»

 


 

13. Juni 2014, Martin Frei

Halten Sie ein Leben in der 2000-Watt-Gesellschaft für erstrebenswert? Wieso bzw. wieso nicht?
«Man sollte vorsichtig sein, etwas anzustreben, was auf einem theoretisch-rechnerischen Wert beruht. Wichtiger erscheint mir, sich generell kritischer mit dem Ressourcenverbrauch auseinanderzusetzen, z.B. beim Konsum (Spargeln im Januar) oder bei der Mobilität (3 ha Landschaft zerstört für 1 Minute Fahrzeitgewinn). Die Frage ist, was wir den nächsten Generationen hinterlassen wollen.»

 


 

20. Juni 2014, Verena Hefti

Was sind Ihre Tipps/Visionen, um dereinst das Ziel 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?
«Nur ein vom ‹2000-Watt-Virus› infizierter Stadtrat kann die Bevölkerung begeistern. Der Prozess muss kontinuierlich, ‹gluschtig› und leicht verständlich öffentlich gemacht werden. Die Bevölkerung soll kreativ einbezogen werden. Ich informiere mich zwar im Internet, was aber zu zeitaufwändig und kompliziert ist. Gehen wir es gemeinsam mit Lust, Mut und Sachverstand an!»

 


 

27. Juni 2014, Daniela Di Nicola

In welchem der fünf 2000-Watt-Gesellschaft-Bereiche (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Konsum, Infrastruktur) sehen Sie am ehesten Handlungsmöglichkeiten?
«Im Bereich Wohnen. Durch eine gute Isolation der Haushülle kann viel Energie gespart werden. Dies reduziert wiederum die finanziellen Ausgaben um ein Mehrfaches. Natürlich ist es in gut isolierten Häusern um einiges ruhiger. Somit steigt auch die Wohnqualität.»

 


 

4. Juli 2014, Simone Reinhart

In welchem der fünf 2000-Watt-Gesellschaft-Bereiche (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Konsum, Infrastruktur) sehen Sie am ehesten Handlungsmöglichkeiten?
«Im Alltag lässt sich beispielsweise der Bereich Ernährung sehr einfach umsetzen. Regionale und saisonale Produkte zu konsumieren, spart viel Energie, indem lange Transportwege wegfallen. Zudem ist es spannend, aus etwas älteren, aber noch geniessbaren Lebensmitteln eine feine Mahlzeit zu zaubern, anstatt diese mitsamt der darin investierten Produktions- und Transportenergie wegzuschmeissen.»

 


 

15. August 2014, Reto Bänninger

Befassen Sie sich selbst mit dem Thema Energiesparen?
«Als Betreiber eines Web-Servers und Teleworker, der einmal pro Woche mit dem Zug nach Zürich fährt (welcher dies auch mit Stromverbrauch tut), habe ich leider schlechte Karten in der 2000-Watt-Gesellschaft. Selbstverständlich sehe ich die unbedingte Notwendigkeit, sich im Stromverbrauch zu mässigen. Es gibt allerdings Millionen von versteckten Möglichkeiten, sich als Umweltsünder herauszustellen.»